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Servus aus Leutasch oder: Wenn sich Urlaub machen wie heimkommen anfühlt

  • Autorenbild: Verena
    Verena
  • 17. Feb.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. März

Dieser Blogbeitrag ist lange überfällig.

Hätte mir jemand vor 10 Jahren erzählt, dass ich mehr als ein Mal an einen Ort bzw. sogar in die gleiche Unterkunft fahre, hätte ich ihm nicht geglaubt. Wohl eher für verrückt erklärt.

Falls du mich noch (nicht lange) kennst- ich bin die, die am liebsten mehrere Leben hätte, um jedes Fleckchen dieser Erde kennenzulernen.

Doch wie es der Zufall so wollte, entschieden wir uns 2017 für eine Geburtstagsflucht in die Berge- und zwar genau zu diesem einen Ort, den wir heute (und das gerade eben wieder als ich diese Zeilen hier tippe) bereits das siebte Mal besuchen. Lange in meinen Favoriten gespeichert und immer mal wieder neugierig angesehen, standen wir plötzlich in der kleinen inhabergeführten Biopension im beschaulichen Leutasch in Tirol.

Long Story short: Es war die berühmte Liebe auf den ersten Blick.

Jetzt fragst du dich, was diesen Ort (für mich) so besonders macht und was die Pension von anderen Unterkünften unterscheidet? Nun, fangen wir mal im Ort selber an. Wer Lust auf Party und Shopping hat, ist hier wirklich völlig falsch. Außer zwei Sportläden existiert nicht mal ein Bekleidungsgeschäft, geschweige denn ein Café. Dafür gibt es im auf 1400m gelegenen Hochplateau kilometerlange ebene Wege, die sich für Spaziergänge, Radfahren oder Joggen eignen. Oder du schnürst deine Wanderstiefel und machst dich auf den Weg ins Puit- oder Gaistal. Letzteres empfängt dich links und rechts von Bergen eingesäumt mit familienfreundlichen Wegen und zahlreichen Almen. Natürlich kannst du auch ambitioniertere Touren unternehmen, z.B. auf die Gehrenspitze (2163m) oder die traumhaft gelegene Rotmoosalm mit 360° Panorama. Wenn du eine mehtägige Tour planst, erreichst du über das Gaistal sogar die Zugspitze.

Mein Tip: Leih dir ein Rad aus und fahr bis ganz ans Ende des Gaistals zum Seebensee- für mich einer der schönsten Bergseen in unbeschreiblicher Kulisse.



Falls Aktivitäten eher nichts für dich sind, du dich einfach nur mit einem Buch zurückziehen möchtest und herkommst, um mal so richtig runterzufahren, dann folgen hier ein paar Worte über die zauberhafte Biohotel Landpension Monika.

Wenn du mich nach meinen Top 3-Gründen fragst, würde ich dir ohne zu überlegen als erstes das Frühstück nennen. Denn ohne jegliche Übertreibung- es ist eines der besten, die ich je genießen durfte. Vergiss alles, was du bislang über Frühstücksbuffets wusstest.


Mit dem, was hier jeden Morgen aufgetischt wird, kann der Tag gar nicht besser starten. Alles ist ausnahmslos bio, einiges aus dem eigenen Garten oder zumindest regional. Das meiste ist vegetarisch, sehr vieles vegan. Neben allen möglichen Milchalternativen und vegetarischen Aufstriche gibt es Ofengemüse in allen Farben und Variationen. Ja, du hast richtig gelesen. Und während ich mir sonst zuhause jeden Morgen mein Müsli selbst mache, esse ich hier Fenchel-Orangen-Salat mit Pistazien, Babyspinat mit Mozzarella und rote Beete-/Süßkartoffelscheiben oder geraspelten krossen Grünkohl aus dem Ofen und kann davon gar nicht genug bekommen.

Ab und an darf man sich über selbst gemachten veganen Frischkäse oder gefüllte italienische Teigwaren frisch aus dem Ofen freuen. Natürlich kommen auch Obst- und Müslifans hier voll auf ihre Kosten.


Geführt wird die Pension von Theresa und Alessio, dessen italienische Einflüsse in der Küche deutlich spürbar sind, denn hier gibt es neben dem einmaligen Frühstück für das er schon früh in der Küche steht, den besten Kaffee der ganzen Umgebung! Einige Produkte für die Küche werden direkt aus Italien bezogen, manches davon kann man vor Ort direkt kaufen, z.B. Olivenöl.

Hier ist alles durchdacht und klar ökologisch ausgerichtet (es gibt z.B. kein W-Lan) und vor allem- mit ganz viel Liebe zum Detail gestaltet. Auch die kleinen Gäste sind hier sehr willkommen und haben im Garten viel Platz zum Spielen und Entdecken.

Alles an diesem Haus lässt dich zur Ruhe kommen. Der Holzgeruch, das Knacken der Sauna, der Bergblick, die Stille zu jeder Tageszeit, die einladende und freundliche Atmosphäre, das Gefühl, als wärst du zuhause- weit weg von zuhause. Hier bedienst du dich am mit Erfrischungsgetränken, Wein und Bier gefüllten Kühlschrank und schreibst es auf eine Liste- ganz im Vertrauen. Suchst du etwas zum Lesen- im Ruheraum der Sauna findest du hunderte Bücher. An warmen Tagen lässt es sich im Garten oder der Terrasse hinter dem Haus wunderbar entspannen.

Apropos Sauna- auch hier wurde an alles gedacht, von einer Musikanlage über Tee sowie kleine Snacks. Für den Aufguss stehen diverse naturreine Öle bereit.


Nachdem letztes Jahr nach dem Abriss des alten Gebäudes der Kurblhof schräg gegenüber fertig gestellt wurde, gibt es jetzt auch mehrere neu gestaltete Apartments, die wirklich keine Wünsche offenlassen. Auch findet man hier einen wunderschönen, lichtdurchfluteten Yogaraum, in dem neben diversen Kursen auch Retreats und Workshops angeboten werden. Im Dachgeschoss ist die Sauna, die keinen Vergleich zu einem 5 Sterne-Haus scheuen muss.




Falls ihr neugierig geworden seid und selber hinfahrt, bestellt bitte ganz liebe Grüße von mir!

Wenn du dir ein eigenes Urteil bilden möchtest: https://www.monika-leutasch.com


Und falls du dich das jetzt (zu Recht) fragst: Dieser Beitrag ist nicht gesponsert, sondern aus dem Herzen entstanden. Ich habe hier in den letzten Jahren so viel Ruhe und Inspiration erfahren dürfen, dass sich diese Zeilen quasi von selbst geschrieben haben.


Ach ja, und weil das in Österreich so gut funktioniert, hab ich mir vor Jahren auch ein Reiseziel in Deutschlands Norden ausgesucht, an dem ich ein Mal jährlich den Resetknopf drücke. Natürlich hat es etwas mit bestem Essen und Yoga zutun. Interessiert? Klick doch mal rein: https://www.bittersweetwanderlust.com/post/yogaauszeit-in-st-peter-ording



Erzähl doch mal: Gibt es Orte, an denen auch du schon öfter gewesen bist? Was genau lässt dich immer wieder zurückkehren? Vielleicht inspirierst du ja mich oder andere mit deiner Geschichte.

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